Einstellung des Verfahrens wegen des Verdachts der Untreue bei der Planung und Durchführung einer Incentive-Reise für Versicherungsvermittler

Einstellung des Verfahrens wegen des Verdachts der Untreue bei der Planung und Durchführung einer Incentive-Reise für Versicherungsvermittler

In dem Strafverfahren gegen einen ehemaligen Vertriebsmanager und einen Eventmanager wegen des Verdachts der Untreue bei der Planung und Durchführung einer Incentive-Reise für Versicherungsvertreter kommt es nicht zur Hauptverhandlung. Die Große Strafkammer 31 hat das Verfahren mit Zustimmung der Angeklagten und der Staatsanwaltschaft gegen Geldauflagen eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten vorgeworfen, im Jahr 2007 bei der Planung und Durchführung einer Incentive-Reise für Versicherungsvermittler nach Budapest die Einkaufsrichtlinien des Versicherungskonzerns bewusst missachtet zu haben. Zur Unterhaltung der Reiseteilnehmer hätten die Angeklagten über einen Mittelsmann im Budapester Milieu zwanzig Prostituierte engagiert, die auf Kosten der Versicherung hätten tätig werden sollen. Die Kosten seien als Entgelt für allgemeine Veranstaltungsleistungen getarnt über die von dem Angeklagten A. (51) geführte Eventagentur gegenüber der Versicherung abgerechnet worden, für die der Angeklagte D. (46) zeichnungsbefugt gewesen sei.

Mit Beschluss vom 5. bzw. 6. Juli 2016 hat die Kammer das Verfahren gegenüber dem Angeklagten A. gegen Zahlung von 10.000 € und gegenüber dem Angeklagten D. vorläufig gegen Zahlung von € 5.000, jeweils zahlbar bis zum 13. Juli 2016, eingestellt. Nach dem Eingang dieser Zahlungen hat die Kammer das Verfahren mit Beschluss vom 8. bzw. 13. Juli 2016 endgültig eingestellt. Das Strafverfahren ist damit abgeschlossen, die Termine zur Hauptverhandlung wurden aufgehoben.