56-jähriger Angeklagter wegen Mordvorwurfs vor Gericht Hauptverhandlung vor dem Landgericht Hamburg - Poolregelung

56-jähriger Angeklagter wegen Mordvorwurfs vor Gericht Hauptverhandlung vor dem Landgericht Hamburg - Poolregelung

Vor dem Landgericht Hamburg beginnt am Montag, dem 10. September, um 9.15 Uhr im Saal 237 des Strafjustizgebäudes, Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg, die Hauptverhandlung gegen den 56-jährigen Angeklagten Omar  R., dem vorgeworfen wird, am 12. Juli 1996 seine ehemalige Lebensgefährtin heimtückisch sowie aus niedrigen Beweggründen getötet zu haben (621 Ks 13/12).

Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass R. seine frühere Lebensgefährtin aus Wut darüber, dass sie sich etwa fünf Monate zuvor von ihm abgewandt hatte, sowie aus Rache hierfür tötete. Für die Tat habe er die Frau am 12. Juli 1996 gegen 19.50 Uhr in der Nähe des Veranstaltungszentrums „Music House“ in der Haldesdorfer Straße bei der Hochzeitsfeier ihrer Schwester abgepasst. Er habe das Opfer unvermittelt zu Boden gerissen und mit sieben Messerstichen in den Bauch- und Brustbereich getötet.
Der Angeklagte ist im Februar 2012 aufgrund eines Europäischen Haftbefehls aus Schweden an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert worden.

Weitere Verhandlungstage

Dienstag, 11.09.12
Mittwoch, 12.09.12
Dienstag, 18.09.12
Donnerstag, 20.09.12
Dienstag, 25.09.12
Mittwoch, 26.09.12
Freitag, 28.09.12

jeweils 9.15 Uhr, Saal 237

Ordnungsverfügung, Poolanordnung für Foto- und Fernsehaufnahmen

Der Vorsitzende Richter der zuständigen Großen Strafkammer 21 hat folgende Ordnungsverfügung erlassen:

 „Sofern bei den Medien der Wunsch besteht, werden an den Sitzungstagen für einen Zeitraum von jeweils 5 Minuten vor Verhandlungsbeginn und nach Verhandlungsende Foto- und Fernsehaufnahmen im Verhandlungssaal gestattet, und zwar im Rahmen der sog. Poollösung unter der Bedingung, dass die Aufnahmen nicht zu einer Störung des Sitzungsbetriebes führen.

Als Poolführer werden je ein Kamerateam (jeweils bestehend aus höchstens 3 Personen)der öffentlich rechtlichen Anstalten und der privaten Fernsehsender sowie ein Fotograf der Nachrichtenagenturen und ein weiterer Fotograf zugelassen, sofern sie sich jeweils für ihren Bereich gegenüber der Gerichtspressestelle des Hanseatischen Oberlandesgerichts schriftlich bis spätestens 14 Uhr des den Sitzungstagen vorangehenden Werktags verpflichtet haben, ihr gesamtes Filmmaterial konkurrierenden Berichterstattern unverzüglich und kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Poolführer kann nur sein, wer über die technischen Voraussetzungen verfügt. Die Bestimmung der Poolführer bleibt einer Einigung der interessierten Presseorgane überlassen. Dem etwaigen Verlangen des Angeklagten, Zeugen oder anderen Verfahrensbeteiligten, die sich wegen eines anerkennenswerten Rechtes am eigenen Bild weigern, Aufnahmen oder Zeichnungen von sich zuzulassen, ist durch Anonymisierung ihres Erscheinungsbildes Rechnung zu tragen.

Nach Erscheinen des Gerichts ist das Fotografieren und Filmen auf ein Zeichen des Vorsitzenden einzustellen.

Darüber hinaus sind Foto-, Film- und Tonaufnahmen im Sitzungssaal nicht gestattet. Aufnahmegeräte, Mobiltelefone und Laptops pp. sind während der Verhandlung auszustellen.

Den Poolführern und sonstigen Medienvertretern ist es untersagt, im Sitzungssaal mit den Verfahrensbeteiligten Interviews oder interviewähnliche Gespräche zu führen.

Bei Unklarheiten oder Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung oder Anwendung dieser Verfügung ist die Entscheidung des Vorsitzenden oder seines Vertreters einzuholen.“

Hinweis:

Die Poolführer müssen der Gerichtspressestelle bis zum dem Verhandlungstag vorangehenden Werktag, 14.00 Uhr, per E-Mail (pressestelle@olg.justiz.hamburg.de) mitgeteilt werden. Dabei ist neben der oben genannten Verpflichtungserklärung anzugeben, auf welche Art und Weise die Aufnahmen von den konkurrierenden Berichterstattern jeweils abgerufen werden können. Auch die Poolführer benötigen eine Drehgenehmigung für das Gerichtsgebäude.