Becherwurf im Bundesligaspiel FC St. Pauli gegen FC Schalke 04 - Hauptverhandlung vor dem AG Hamburg - Poolregelung

Becherwurf im Bundesligaspiel FC St. Pauli gegen FC Schalke 04 - Hauptverhandlung vor dem AG Hamburg - Poolregelung

Am Mittwoch, dem 30. November, beginnt um 9.00 Uhr vor dem Amtsgericht Hamburg im Saal 309 des Strafjustizgebäudes, Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg, die Hauptverhandlung gegen einen Angeklagten, dem vorgeworfen wird, am 01.04.2011 gegen Ende des Fußball-Bundesligaspiels FC St. Pauli gegen FC Schalke 04 einen mit Bier gefüllten Plastikbecher nach dem Schiedsrichterassistenten geworfen und diesen im Nacken getroffen zu haben.

Anberaumt ist bislang ein Verhandlungstag.

Ordnungsverfügung, Poolanordnung für Foto- und Fernsehaufnahmen

Der Vorsitzende Richter hat folgende Ordnungsverfügung erlassen:

1. Im Sitzungssaal  309 werden zusätzliche 20 Stühle für Medienvertreter und Öffentlichkeit aufgebaut.

2. Die ersten beiden Reihen sind Pressevertretern vorbehalten, die sich durch einen Presseausweis legitimieren können. 

 

3. Ton-, Foto- und Filmaufnahmen im Sitzungssaal werden ab 5 Minuten vor dem geplanten Verhandlungsbeginn bis zu dessen Beginn gestattet. Die Foto- und Filmaufnahmen finden im Rahmen einer sogenannten „Poollösung“ statt.

Als Poolführer werden je ein Kamerateam (jeweils bestehend aus höchstens drei Personen) der öffentlich rechtlichen Anstalten und der privaten Fernsehsender sowie ein Fotograf der Nachrichtenagenturen und ein weiterer Fotograf zugelassen, sofern sie sich jeweils für ihren Bereich gegenüber der Gerichtspressestelle des Hanseatischen Oberlandesgerichts schriftlich bis spätestens 14 Uhr des 29.11.2011  verpflichtet haben, ihr gesamtes Filmmaterial konkurrierenden Berichterstattern unverzüglich und kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Poolführer kann nur sein, wer über die technischen Voraussetzungen verfügt. Die Bestimmung der Poolführer bleibt einer Einigung der interessierten Presseorgane überlassen.“

4. Die Aufnahmen sind auf ein entsprechendes Zeichen des Vorsitzenden sofort einzustellen.

5. Film und Fotoaufnahmen im Umkreis von 5 m zum Eingang des Sitzungssaals sind nicht gestattet.

6. Die Aufnahmen vom Angeklagten sind zu anonymisieren.

7. Nahaufnahmen (Porträtaufnahmen) des Gerichts, der Verteidigerin / des Verteidigers und der Staatsanwaltschaft sind nur zulässig, wenn diese Ihre Zustimmung erklären.

8. Von Zeugen dürfen ohne ihre Zustimmung keine Aufnahmen angefertigt werden.

9. Darüber hinaus sind Foto-, Film- und Tonbandaufnahmen im Sitzungssaal nicht gestattet. Aufnahmegeräte, Mobiltelefone und Laptops sind während der Verhandlung auszustellen.

10. Die getroffenen Regelungen befreien die Medienvertreter nicht von der ihnen obliegenden Verpflichtung zu prüfen und zu gewährleisten, dass sie mit ihrer Berichterstattung nicht die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen verletzen.

11. Es wird untersagt, im Sitzungssaal mit den Verfahrensbeteiligten Interviews oder interviewähnliche Gespräche zu führen.

12. Den Anweisungen der Wachtmeister ist Folge zu leisten.

13. Bei Unklarheiten oder Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung oder Anwendung dieser Verfügung ist die Entscheidung des Vorsitzenden einzuholen.

 

Hinweis:

Die Poolführer sind der Gerichtspressestelle bis zum 29.11.2011, 14.00 Uhr per E-Mail (pressestelle@olg.justiz.hamburg.de) mitzuteilen. Dabei ist neben der oben genannten Verpflichtungserklärung anzugeben, auf welche Art und Weise die Aufnahmen von den konkurrierenden Berichterstattern jeweils abgerufen werden können. Auch die Poolführer benötigen eine Drehgenehmigung für das Gerichtsgebäude.