Burim O. von Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hamburg zu fünfjähriger Freiheitsstrafe verurteilt

Burim O. von Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hamburg zu fünfjähriger Freiheitsstrafe verurteilt

Die Große Strafkammer 18 des Landgerichts Hamburg hat am 25. Januar 2011 den Angeklagten Burim O. wegen Beihilfe zur Untreue in drei Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit mit Betrug, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren verurteilt. In die Strafe wurde eine bereits im Jahr 2008 durch das Landgericht Würzburg verhängte Freiheitsstrafe von drei Jahren wegen Beihilfe zum Betrug mit einbezogen.

Der Angeklagte hat in der Hauptverhandlung gestanden, sich in drei Fällen bei der Volksbank Lauenburg im Zusammenwirken mit deren Vorstandsvorsitzenden über Dritte nicht ausreichend gesicherte Kredite verschafft zu haben. Durch die fehlende Besicherung entstanden bei Auskehrung der Kredite Schäden in Millionenhöhe, die jedoch zum Teil im Nachhinein wieder ausgeglichen wurden.

Hinsichtlich der Verurteilung wegen Betruges hat die Kammer festgestellt, dass der Zeuge B. bei einem Grundstücksverkauf vom Angeklagten über die von ihm – dem Zeugen – auf sich genommenen wirtschaftlichen Risiken getäuscht und dadurch geschädigt wurde.

Da der Angeklagte bereits mehr als zwei Drittel der Strafe in Untersuchungs- bzw. Vollstreckungshaft verbüßt hat, hat die Kammer den verbleibenden Strafrest nach Rechtskraft des Urteils zur Bewährung ausgesetzt. Die Kammer hat sich damit der dem Angeklagten bereits von der Strafvollstreckungskammer des Landgerichts gestellten günstigen Prognose angeschlossen, die u.a. auf dem positiven Verhalten des Angeklagten im Strafvollzug sowie dem Umstand beruht, dass er das erste Mal eine Freiheitsstrafe verbüßt hat. Der Angeklagte muss sich damit wegen der Verurteilung vom 25. Januar nicht erneut in Haft begeben.

Das Aktenzeichen lautet 618 KLs 3/10.

 

Zum Hintergrund:

Der Angeklagte war bereits am 16. Oktober 2008 von einer anderen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts zu Freiheitsstrafen in Höhe von insgesamt fünf Jahren und elf Monaten verurteilt worden (Die damalige Pressemitteilung der Gerichtspressestelle kann hier aufgerufen werden). Dieses Urteil ist jedoch auf die Revision des Angeklagten vom Bundesgerichtshof am 28. Januar 2010 wegen eines Formfehlers aufgehoben und an eine andere Kammer zurückverwiesen worden.