Wegen COVID-19: Prüfungstermine für angehende Juristen verschoben


Wegen COVID-19: Prüfungstermine für angehende Juristen verschoben

Um Infektionsrisiken vorzubeugen, verschieben die Prüfungsämter für Juristen in Hamburg die im April anstehenden Klausuren für das erste und das zweite Staatsexamen auf Juni 2020. Auch die bis Ende März 2020 geplanten mündlichen Prüfungen für Kandidatinnen und Kandidaten im ersten Staatsexamen müssen auf spätere Termine verschoben werden.

Das dem Hanseatischen Oberlandesgericht angegliederte Gemeinsame Prüfungsamt verantwortet die Durchführung der zweiten juristischen Staatsprüfung für Referendarinnen und Referendare aus den Ländern Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Der schriftliche Teil der Prüfung besteht aus acht Aufsichtsarbeiten, die alle zwei Monate in einem zweiwöchigen Klausurdurchgang geschrieben werden. Insgesamt werden in jedem Klausurdurchgang etwa 130 Referendarinnen und Referendare an mehreren Standorten in den drei Ländern geprüft. Die ursprünglich vom 2. bis 17. April 2020 geplanten Klausuren sollen nun voraussichtlich erst in der ersten Hälfte des Monats Juni stattfinden. Unvermeidbar verlängert sich dadurch das Referendariat der betroffenen Kandidaten und Kandidatinnen. Das Gemeinsame Prüfungsamt wird sich deshalb bemühen, die betroffenen Prüfungsverfahren nach dem Ausweichtermin so schnell wie möglich zu abwickeln.

Auch das Justizprüfungsamt beim Hanseatischen Oberlandesgericht, zuständig für das erste juristische Staatsexamen in Hamburg, muss die vom 20. bis 28. April 2020 geplanten Klausuren verschieben. Das erste Staatsexamen, für das sechs Aufsichtsarbeiten zu schreiben sind, legen die Studierenden der Rechtswissenschaft zum Ende ihres Studiums ab. Die Klausuren, für die sich insgesamt rund 200 Kandidatinnen und Kandidaten gemeldet haben, sollen nun in der zweiten Junihälfte und in einem zusätzlichen Klausurentermin im Juli 2020 stattfinden.