Umzug der Wirtschaftsstrafkammern des Landgerichts vom Kapstadtring in das Strafjustizgebäude

Umzug der Wirtschaftsstrafkammern des Landgerichts vom Kapstadtring in das Strafjustizgebäude

Das Landgericht Hamburg hat sein Projektziel erreicht, denn an diesem Wochenende ziehen die drei Großen Wirtschaftsstrafkammern sowie fünf Kleine Strafkammern des Landgerichts von der Außenstelle Kapstadtring in der City-Nord zurück in das Strafjustizgebäude am Sievekingplatz. Damit sind ab dem 1. August 2011 sämtliche Kammern und Mitarbeiter des Landgerichts am Sievekingplatz, dem Justizforum, vereint. Früher war es sinnvoll, dass die Großen Wirtschaftsstrafkammern in die City-Nord ausgelagert waren, weil damals auch die Wirtschaftsabteilungen der Staatsanwaltschaft dort untergebracht waren. Das ist aber lange vorbei. Von dem Umzug am Wochenende sind 14 Richter und 19 Mitarbeiter betroffen, die bisher auf  rund 2.000 qm am Kapstadtring untergebracht waren. Neuanmietungen oder eine Gebäudeerweiterung des Strafjustizgebäudes waren nicht erforderlich, da durch interne Umzüge und Neustrukturierungen unter Einbeziehung des Sockelgeschosses dieses Gebäudes der notwendige Platz für die drei Großen und die fünf Kleinen Strafkammern einschließlich zweier neuer Sitzungssäle und Archivräume für die Aktenlagerung geschaffen wurde. Diese Maßnahmen erfolgten auf Eigeninitiative des Landgerichts, da die Zusammenführung der insgesamt 27 Großen und 11 Kleinen Strafkammern des Landgerichts eine Vielzahl von Vorzügen und Synergieeffekten aufweist, von denen hier nur einige genannt seien:

-       Mietkosten in Höhe von jährlich rund 240.000,-- Euro können dadurch eingespart werden;

-       die Vorführbeamten des Untersuchungsgefängnisses sparen Zeit und Autofahrten mit inhaftierten Angeklagten oder Zeugen in die City-Nord;

-       die Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft haben kurze Wege;

-       auch für die meisten Anwälte werden die Wege kürzer;

-       die Wachtmeisterei und Bibliotheken können zusammengeführt werden;

-       der fachliche Austausch, die Kommunikation, das „Wir-Gefühl“ und die Vertretung unter den Richtern und Mitarbeitern werden stark erleichtert.

Landgerichtspräsidentin Sibylle Umlauf: „Ich freue mich, dass unser ehrgeiziges Projekt, die Rückführung der drei Wirtschaftsstrafkammern und fünf Kleinen Strafkammern von der City-Nord in das Strafjustizgebäude jetzt realisiert wird. Den vielen Kollegen, die mit großem Engagement hieran beteiligt sind, und jetzt auch wie selbstverständlich am Wochenende und zum Teil unter Zurückstellung ihres Urlaubs den Umzug bewältigen, danke ich sehr. Bemühungen früherer Jahre, diese Strafkammern zum Beispiel im Brahmskontor unterzubringen, scheiterten regelmäßig aus Kostengründen. Nachdem wir die Sache im letzten Jahr mit viel Schwung in die Hand genommen, die Raumkapazitäten des Strafjustizgebäudes analysiert und Baumaßnahmen eingeleitet haben, ist es jetzt gelungen, alle Mitarbeiter des Landgerichts an einem Standort unterzubringen. Ein großer Erfolg!“