Stolpersteine für Anna Rosenberg und Heinrich Basch - Feierliche Enthüllung vor dem Ziviljustizgebäude

Stolpersteine für Anna Rosenberg und Heinrich Basch - Feierliche Enthüllung vor dem Ziviljustizgebäude

Vor dem Ziviljustizgebäude am Sievekingplatz werden am morgigen Freitag, 12 Uhr, zwei Stolpersteine in Erinnerung an die ehemalige Büroangestellte des Landgerichts Anna Rosenberg und den ehemaligen Büroangestellten des Amtsgerichts Heinrich Basch, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft wurden, feierlich ent-hüllt.

Rückfragen:

Beide Stolpersteine haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Land- und Amtsge-richt durch Geldspenden finanziert.

Bei der Veranstaltung werden Justizsenatorin Jana Schiedek, Landgerichtspräsiden-tin Sibylle Umlauf und Amtsgerichtspräsident Hans-Dietrich Rzadtki in kurzen An-sprachen an Anna Rosenberg und Heinrich Basch erinnern und Blumen niederlegen.

Anna Rosenberg, geboren 1894, war seit Dezember 1924 als Büroangestellte beim Landgericht Hamburg tätig. Am 24. Juli 1933 kündigte die Landesjustizverwaltung das Beschäftigungsverhältnis wegen ihrer jüdischen Abstammung. Am 25. Oktober 1941 wurde Anna Rosenberg nach Lodz deportiert und im Mai 1942 in das Vernich-tungslager Chelmo verbracht, wo sie vermutlich unmittelbar nach der Ankunft umge-bracht worden ist.

Heinrich Basch, geboren 1900, war seit Oktober 1924 Büroangestellter beim Amts-gericht Hamburg. Am 27. Juli 1933 kündigte die Landesjustizverwaltung das Anstel-lungsverhältnis wegen seiner „nicht arischen Abstammung". Am 8. November 1941 wurde Heinrich Basch nach Minsk deportiert. Von dort ist er nicht zurückgekommen.

Mit dem Projekt „Stolpersteine" wird bundesweit Opfern des Nationalsozialismus vor deren früheren Wohnorten oder Arbeitsstätten gedacht.