Sog. ?Vaterm?rder? zu f?nf Jahren Jugendstrafe verurteilt

Sog. ?Vaterm?rder? zu f?nf Jahren Jugendstrafe verurteilt

(24.05.2005) Der Heranwachsende Konstantin R. muss wegen Mordes f?nf Jahre Jugendstrafe verb??en. Das hat die Gro?e Strafkammer 4 des Landgerichts Hamburg ? Jugendschwurgericht ? in ihrem heutigen Urteil in nicht?ffentlicher Verhandlung entschieden.

Der Angeklagte hatte sich in der Hauptverhandlung zur Sache eingelassen. Seine Angaben wichen dabei zum Teil, insbesondere hinsichtlich der Voraussetzungen f?r eine Verurteilung wegen Mordes, von den Angaben, die er bei seiner polizeilichen Vernehmung gemacht hatte, ab.?

Nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme war die Jugendkammer jedoch ?berzeugt, dass der Angeklagte seinen Vater am Abend des 17.11.2004 gegen 22.00 Uhr auf dem Gehweg Fla?barg durch insgesamt mindestens 95 Messerstich- und? -schnittverletzungen heimt?ckisch get?tet hat.?

Nach Ansicht der Kammer konnte nicht ausgeschlossen werden, dass der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat vermindert schuldf?hig war. Der psychiatrische Sachverst?ndige hatte ausgef?hrt, dass der Angeklagte bei der Ausf?hrung der Tat aufgrund einer tiefgreifenden Bewusstseinsst?rung im Sinne des ? 21 Strafgesetzbuches in seiner Steuerungsf?higkeit erheblich vermindert war.?

Die Staatsanwaltschaft hatte die Verurteilung wegen Mordes und eine Jugendstrafe von 6 Jahren beantragt. Die Verteidigung hatte auf eine Verurteilung wegen Totschlags pl?diert, jedoch keinen konkreten Antrag gestellt, und sich f?r eine Entscheidung ausgesprochen, die dem Angeklagten eine baldige Psychotherapie erm?glicht.

Die Witwe, die zweite Ehefrau des Get?teten, nahm als Nebenkl?gerin durchweg an der Hauptverhandlung teil. Ihr Vertreter schloss sich mit Ausnahme des Vorliegens einer verminderten Schuldf?higkeit den rechtlichen Ausf?hrungen der Staatsanwaltschaft an und stellte keinen eigenen Antrag.

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