Strafverfahren gegen Kriminalbeamten Thomas W.

Prozesstermine und Hinweise für Medienvertreter

Strafverfahren gegen Kriminalbeamten Thomas W.

(28.02.2005) In dem Strafverfahren gegen den Hamburger Kriminalbeamten Thomas W. (49 J.) wegen der Verabredung zu einem Verbrechen und Verstoßes gegen das Waffengesetz beginnt die Hauptverhandlung vor der Großen Strafkammer 22 des Landgerichts Hamburg (Schwurgericht) am 

Freitag, dem 4. März 2005, 9.30 Uhr, Saal 237, Strafjustizgebäude, Sievekingplatz 3.

Als Fortsetzungstermine wurden anberaumt, jeweils um 9.30 Uhr, im Saal 237:

März:          14., 17., 31.,

April:           4., 7., 11., 14., 19., 22., 26., 28.,

Mai:             10., 12., 19., 23., 25., 31.,

Juni:            2., 9., 16., 23., 30.,

Juli:             7., 14..

Bislang sind 12 Zeugen und 1 Sachverständiger geladen.

Tatvorwürfe

Thomas W. wird in der 63-seitigen Anklage vorgeworfen, sich gegenüber einem anderen bereit erklärt zu haben, ein Verbrechen, und zwar einen Mord in Tateinheit mit einem Raub mit Todesfolge, zu verüben. Nach dem Hinweis des Schwurgerichts im Eröffnungsbeschluss kommen die Mordmerkmale „Habgier“ und „Heimtücke“ in Betracht.

Der Angeklagte soll geplant haben, gemeinsam mit dem ehemaligen Polizeibeamten S. im Raum Berlin einen Geldtransport zu überfallen, um dabei etwa 400.000,- €  zu erbeuten. Nach der Tatplanung soll vorgesehen gewesen sein, den Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens zu töten. W. soll vorgehabt haben, ihm mit einem Fleischerbeil den Arm abzutrennen, um so an den Geldkoffer zu gelangen. Der ehemalige Polizeibeamte S. wandte sich jedoch schon nach dem ersten Gespräch mit W. an die Polizei. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft und dem Dezernat interne Ermittlungen ging S., der für W. eine scharfe Waffe und ein Fleischerbeil besorgen sollte, zum Schein auf den Tatplan ein. W. übergab dem S. 600,- € für den Kauf einer Schusswaffe und eines Fleischerbeils. Am 25.10.2004 gegen 20.00 Uhr wurde der Angeklagte bei der Übergabe der Waffe in der Wohnung des S. verhaftet.

Sicherheitsanordnung des Vorsitzenden

Der Vorsitzende der Großen Strafkammer hat im Rahmen der ihm obliegenden sitzungspolizeilichen Befugnisse (§ 176 Gerichtsverfassungsgesetz) im Interesse eines geordneten und sicheren Ablaufs des Verfahrens in einer Sicherheitsanordnung folgende die Medien betreffende Anordnungen getroffen:

„Für die Pressevertreter sind im vorderen Teil des Sitzungssaales 15 Plätze zu reservieren.

 

Zu diesen Plätzen erhalten sie Zugang mit einem von der Pressestelle des Oberlandesgerichts auszugebenden Ausweis in Verbindung mit einem Personalausweis.

 

Das Fotografieren und Filmen ist im Verhandlungssaal ebenso verboten wie das Herstellen von Tonaufzeichnungen.“

Hinweise:

Die Sonderausweise berechtigen auch zum Betreten des Sitzungssaales über die Stahltür 237. Medienvertreter ohne Sonderausweis können den Zuhörerraum des Saales - ebenso wie alle anderen Zuhörer - nur über den an der rechten Gebäudeseite befindlichen Seiteneingang Wallanlagen aufsuchen.

Die Sonderausweise können von allen Medienvertretern nur persönlich und nur gegen Vorlage eines gültigen Presseausweises und eines gültigen Identitätsausweises bei der Gerichtspressestelle im Oberlandesgerichtsgebäude, Zimmer 232, Sievekingplatz 2, beantragt werden von Dienstag, dem 1.3.2005, bis Donnerstag, dem 3.3.2005, jeweils von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 14.30 Uhr.