Präsident Wilhelm Rapp gratuliert Professor Dr. Walter Stiebeler zum 85. Geburtstag

Präsident Wilhelm Rapp gratuliert Professor Dr. Walter Stiebeler zum 85. Geburtstag

(03.11.2004) Der ehemalige Präsident des Hamburgischen Verfassungsgerichts, des Hanseatischen Oberlandesgerichts und des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts Professor Dr. Walter Stiebeler wurde heute 85 Jahre alt. Der amtierende Präsident des Hamburgischen Verfassungsgerichts und des Hanseatischen Oberlandesgerichts Wilhelm Rapp gratulierte ihm persönlich zum Geburtstag und überbrachte ihm seine besten Wünsche: „Auch nach Ihrem Ausscheiden aus der Justiz haben Sie sich stets vielfältig für die Hamburger Justiz engagiert und verdient gemacht, dafür danke ich Ihnen sehr.“  

Professor Stiebeler war zunächst 15 Jahre in der Justizverwaltung tätig, zuletzt als Senatsdirektor. Anschließend war er 15 ½ Jahre in einer für die Bundesrepublik Deutschland einmaligen Personalunion Präsident des Hamburgischen Verfassungsgerichts, des Hanseatischen Oberlandesgerichts und des Hamburgischen Oberverwaltungsgerichts. Er war der letzte so genannte Dreifachpräsident. Nach seiner Verabschiedung im November 1984 bekam das Hamburgische Oberverwaltungsgericht einen eigenen Präsidenten.

Professor Stiebeler war neben seiner Tätigkeit als Chefpräsident zugleich Präsident  des Gemeinsamen Prüfungsamtes der Länder Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein für die Große Juristische Staatsprüfung und Präsident des Ausbildungs- und Prüfungsamtes der einstufigen Juristenausbildung, die er maßgebend mit entwickelt und aufgebaut hat und die 10 Jahre erfolgreich in Hamburg praktiziert wurde. 

Nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand hat Professor Stiebeler unter anderem viele Jahre im Fachbereich Rechtswissenschaft II der Universität Hamburg Zivilrecht gelehrt. Er hat ferner als stellvertretender Vorsitzender in der Ende Januar 1992 von der Bürgerschaft eingesetzten Enquete-Kommission „Parlamentsreform“ mitgewirkt, die ihren umfangreichen Abschlussbericht mit den Reformvorschlägen Ende des Jahres 1992 vorgelegt hat.