Alexander Falk bleibt in Haft

Haftbefehl um weitere Tatvorwürfe erweitert

Alexander Falk bleibt in Haft

(18.08.2004) Die Untersuchungshaft des Angeschuldigten Alexander Falk dauert fort. Das hat die Große Strafkammer 20 in neuer Besetzung heute entschieden. Sie hat zudem den Haftbefehl abgeändert und hinsichtlich der Bezeichnung der Straftaten neu gefasst. Nach dem wesentlichen Ergebnis der Ermittlungen sei der Angeschuldigte dringend verdächtig, in Hamburg in der Zeit von August 2000 bis Juni 2001 folgende sieben selbstständige Straftaten begangen zu haben:

verbotene Kursmanipulation in zwei Fällen,

Betrug in einem besonders schweren Fall in Tateinheit mit Beihilfe zur unrichtigen Darstellung der Verhältnisse einer Kapitalgesellschaft,

Steuerhinterziehung in vier Fällen.

Der Haftgrund der Fluchtgefahr bestehe weiterhin. Der Angeschuldigte habe gegenwärtig weiterhin eine erhebliche zu verbüßende Freiheitsstrafe zu erwarten. Für den besonders schwerwiegenden Vorwurf des Betruges in einem besonders schweren Fall liege der Strafrahmen im Bereich von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Die Fortdauer der nunmehr über 14-monatigen Untersuchungshaft sei im Hinblick auf die im Falle einer Verurteilung zu erwartenden erheblichen Freiheitsstrafe weiterhin verhältnismäßig. Das Verfahren könne mit der gebotenen Beschleunigung gefördert werden. Trotz der Komplexität und des besonderen Umfangs der Sache rechne die Kammer mit einer Eröffnungsentscheidung für Ende Oktober/Anfang November 2004 und für den Fall der Eröffnung mit einem Beginn der Hauptverhandlung für Dezember 2004.

Eine Verschonung unter Auflagen könne jedenfalls gegenwärtig noch nicht erfolgen.