12-jähriger Armend bleibt "frei"

12-jähriger Armend bleibt "frei"

(15.08.2003) Der 12-jährige Armend muss einstweilen nicht wieder in die geschlossene Unterbringung in der Feuerbergstraße. Das hat der 7. Zivilsenat (Familiensenat) des Hanseatischen Oberlandesgerichts (OLG) am 12.8.2003 entschieden. Er hat die sofortige Beschwerde der Behörde für Familie und Soziales (BSF) gegen den Beschluss des Amtsgerichts Hamburg-Altona (Familiengericht) vom 7.8.2003, mit dem die Verlängerung der Unterbringung im Wege des einstweiligen Anordnungsverfahrens nicht genehmigt worden war, zurückgewiesen.

Die drei Richter des Familiensenats haben in ihrem Beschluss vom 12.8.2003 u. a. ausgeführt:

Das Familiengericht habe die weitere vorläufige Unterbringung zu Recht nicht genehmigt. Das während des Aufenthalts von Armend in der Feuerbergstraße eingeholte fachärztliche Sachverständigengutachten ergebe nicht, dass eine Verlängerung des dortigen Aufenthalts zur Gefahrenabwehr für das Kindeswohl dringend erforderlich sei. Danach sei es vielmehr möglich, auf die diagnostizierte Störung des Sozialverhaltens des Kindes außerhalb einer geschlossenen Unterbringung unter anderen Bedingungen einzuwirken.

Durch diesen OLG-Beschluss ist das Eilverfahren der einstweiligen Anordnung beendet.

Eine Entscheidung in der Hauptsache des Unterbringungsverfahrens steht allerdings noch aus. Diese wird das Familiengericht Hamburg-Altona nach Eingang der Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten zu dem Sachverständigengutachten und gegebenenfalls mündlicher Anhörung aller Verfahrensbeteiligten treffen.