Pressemitteilung vom 30.08.2013

16 Ca 369/13 - 16 Ca 375/13
Arbeitsgericht Hamburg verhandelt über Klagen studentischer Mitarbeiter von Abercrombie & Fitch (AFH Germany) gegen Änderungskündigungen betreffend die Lage der Arbeitszeit

Pressemitteilung vom 30.08.2013

In mehreren Verfahren vor dem Arbeitsgericht Hamburg wehren sich die bei Abercrombie & Fitch bisher mit einer Arbeitszeit von 21.00 Uhr bis 2.00 Uhr eingesetzten studentischen Mitarbeiter gegen die am 15. Juli 2013 zum  31. Oktober 2013 ausgesprochenen Änderungskündigungen. Das Unternehmen hat diese mit dem Angebot verbunden, das Arbeitsverhältnis mit einer geänderten Arbeitszeit von 4.00 Uhr bis 9.00 Uhr fortzusetzen.

Die Kläger machen geltend, dass die angebotene Änderung der Arbeitsbedingungen unzumutbar sei. Sie könnten die angebotene Arbeitszeit nicht leisten, da sie an Vorlesungen teilnehmen müssten.

Abercrombie & Fitch meint dagegen, zur Änderung der Arbeitszeiten bereits aufgrund des Weisungsrechts des Arbeitgebers berechtigt zu sein. Im Arbeitsvertrag sei lediglich ein Einsatz in der Nachtschicht festgelegt, aber keine genaue Lage der Arbeitszeit vereinbart worden. Einer Änderungskündigung hätte es gar nicht bedurft.

In den heute vor der 16. Kammer des Arbeitsgerichts Hamburg stattfindenden Güteverhandlungen in sieben Klageverfahren scheiterte der Versuch einer gütlichen Einigung. Es wurde ein Kammertermin auf

Mittwoch, den 18. Dezember 2013 um 12.00 Uhr

anberaumt.


 

Bei Rückfragen: Vizepräsidentin des Landesarbeitsgerichts Marion Loets  040/42863-5601; Marion.Loets@lag.justiz.hamburg.de