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Allgemeine Informationen

 

Die Staatsanwaltschaften sind für die Strafverfolgung der in Hamburg begangenen Straftaten zuständig. Ist eine Straftat außerhalb Hamburgs begangen worden, ist sie auch zuständig, wenn der Beschuldigte in Hamburg wohnhaft ist. Sie begleiten das gerichtliche Verfahren, indem sie die erforderlichen Anträge stellen und gegebenenfalls Rechtsmittel gegen eine Gerichtsentscheidung einlegen.

Als reine Strafverfolgungsbehörde ist die Staatsanwaltschaft (bei dem Landgericht) nach der Strafprozessordnung verpflichtet, bei jedem Anfangsverdacht einer Straftat die erforderlichen Ermittlungen zur Aufklärung einer Straftat aufzunehmen und Anklage vor dem zuständigen Gericht in Hamburg zu erheben, wenn sie einen Beschuldigten für hinreichend verdächtig erachtet, so dass seine Verurteilung durch das Gericht wahrscheinlich ist. Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sind – ohne Ansehen der Person – nur dem Gesetz und der Gerechtigkeit verpflichtet. Sie haben in alle Richtungen objektiv zu ermitteln, Belastendes und Entlastendes zusammenzutragen.

Die Staatsanwaltschaft ist ferner im Erwachsenenbereich für die Vollstreckung der Strafurteile der Gerichte zuständig.

Der (dem Oberlandesgericht zugeordneten) Generalstaatsanwaltschaft obliegen - neben der Dienst- und Fachaufsicht hinsichtlich der Staatsanwaltschaft Hamburg - in erster Linie die Rechtsprüfungen im Rahmen von Rechtsmittelverfahren.

Beide Staatsanwaltschaften bearbeiten mit rd. 185 Staatsanwälten und rd. 30 Amtsanwälten jährlich über 300.000 Ermittlungsverfahren, von denen sich knapp 150.000 Verfahren gegen namentlich bekannte Beschuldigte richten. Unterstützt werden die Dezernenten von Serviceeinheiten, in denen Beamte und Justizangestellte die Akten verwalten und die Verfügungen der Dezernenten und Rechtspfleger ausführen.

In allen Bereichen der Staatsanwaltschaft ist das EDV-System MESTA eingeführt. Alle Staatsanwälte, Rechtspfleger und Serviceteam-Mitarbeiter können auf einen zentralen Bestand von Personen- und Verfahrensdaten zurückgreifen. Diese Daten können weiterverarbeitet und bei der Erstellung von Einstellungsbescheiden und Anklageschriften übernommen werden. Daneben ist jeder Arbeitsplatz mit vernetzten Windows-PCs mit E-Mail und teilweise Internetzugang ausgerüstet. Dadurch haben die Staats- und Amtsanwälte Zugang zu den führenden juristischen Datenbanken, um jederzeit mit aktuellen Urteilen und Kommentierungen arbeiten zu können.