G20: Erste Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht


 

G20: Erste Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht

Am 28. August 2017 beginnt vor dem Amtsgericht Hamburg die erste Hauptverhandlung gegen einen Tatverdächtigen, der im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel festgenommen wurde. Die Hauptverhandlung findet am Montag, den 28. August 2017 um 10:00 Uhr im Saal 300 im Strafjustizgebäude, Sievekingplatz 3, 20355 Hamburg, statt.


Nach dem Anklagevorwurf soll der 21-jährige Angeklagte aus den Niederlanden am 06.07.2017 gegen 23:40 Uhr während eines Spontanaufzuges nach Beendigung der gegen den G20-Gipfel gerichteten Demonstration „Welcome to Hell“ auf der Kreuzung Altonaer Straße/Schulterblatt aus einer Menschenmenge von ca. 500 Personen, aus der heraus die den Aufzug begleitenden Polizeibeamten und Wasserwerfer wiederholt mit Steinen und Flaschen beworfen wurden, zwei leere Glasflaschen in Richtung der eingesetzten Polizeikräfte geworfen und hierbei einen Polizeibeamten mit der ersten Flasche am Helm und mit der zweiten Flasche am Bein getroffen haben. Der Polizeibeamte soll infolgedessen Kopf- und Nackenschmerzen erlitten haben. Anschließend soll sich der Angeklagte gegen das Ergreifen und Fixieren im Rahmen der vorläufigen Festnahme durch Einnahme einer Embryonalstellung, Verschränken seiner Arme und Anspannen sämtlicher Muskel zur Wehr gesetzt haben.


Die Staatsanwaltschaft macht dem Angeklagten auf dieser Grundlage den Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und des schweren Landfriedensbruchs. Der Angeklagte wurde am 6. Juli 2017 vorläufig festgenommen und befindet sich seit dem 7. Juli 2017 in Untersuchungshaft.


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Hanseatisches Oberlandesgericht - Gerichtspressestelle
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