Der ehemalige Vizepräsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts Horst-Diether Hensen ist verstorben.

Der ehemalige Vizepräsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts Horst-Diether Hensen ist verstorben.

Am vergangenen Wochenende verstarb Horst-Diether Hensen, Vizepräsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts von 1987 bis 1996, im Alter von 85 Jahren in Cuxhaven. Hensen studierte nach dem Abitur Rechtswissenschaften an den Universitäten Kiel und Berlin. Hensen war zunächst als Staatsanwalt und Amtsrichter in der Hamburgischen Justiz tätig. 1970 wurde er zum Richter am Oberlandesgericht ernannt. 1980 wurde Hensen Vorsitzender Richter und im Jahr 1987 Vizepräsident des Hanseatischen Oberlandesgerichts. Als Mitglied der Arbeitsgruppe zum Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) beim Bundesminister der Justiz war er einer der Väter des AGB-Gesetzes, das am 1. April 1977 in Kraft getreten ist. Dieses Rechtsgebiet hat Hensen in der Folgezeit als Mitautor und -herausgeber
eines Standardwerks zum AGB-Recht geprägt. Horst-Diether Hensen war zugleich Vizepräsident des Hamburgischen Verfassungsgerichts und Präsident des Landesjustizprüfungsamtes. Der juristischen Ausbildung galt stets sein besonderes Engagement. Für seine Verdienste um die Hamburgische Justiz wurde ihm 1997 der Emil-von-Sauer-Preis verliehen. Nach seiner Pensionierung war Hensen als Ombudsmann der privaten Banken tätig.