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Kammertermin

 

Was passiert im Kammertermin?

Die Kammer des Arbeitsgerichts ist jetzt mit einem Berufsrichter bzw. einer Berufsrichterin und zwei ehrenamtlichen Richtern bzw. Richterinnen, jeweils aus Kreisen der Arbeitgeber und Kreisen der Arbeitnehmer, besetzt.

Erscheint Ihr Gegner im Kammertermin nicht, können Sie gegen ihn den Erlass eines Versäumnisurteils beantragen. Das Versäumnisurteil wird erlassen, soweit Ihr Vorbringen den Klageantrag rechtfertigt. Wenn Sie zum Kammertermin nicht erscheinen, wird Ihre Klage ohne weitere Prüfung abgewiesen, wenn Ihr Gegner es beantragt. Sollten Sie und Ihr Gegner beide zum Kammertermin nicht erscheinen, wird das Ruhen des Rechtsstreits angeordnet.

Erscheint Ihr Gegner, wird der Rechtsstreit erneut mit Ihnen und Ihrem Gegner unter Berücksichtigung des neuen Sachvortrages erörtert. Auch im Kammertermin wird versucht, eine gütliche Einigung zu erzielen. Gelingt dies, wird die gütliche Einigung als Vergleich protokolliert. Dabei wird der Vergleich vorgelesen, den Sie und Ihr Gegner genehmigen müssen. Wollen Sie sich nicht sofort entscheiden, können Sie mit Ihrem Gegner eine Frist für den Widerruf des Vergleichs vereinbaren.

Gelingt eine gütliche Einigung nicht, kommt es entweder zu einem Urteil oder einem Beschluss. Das kann z.B. ein Beweisbeschluss oder ein weiterer Auflagenbeschluss sein. Im ersten Kammertermin können bereits Zeugen vernommen werden, die vorsorglich geladen worden sind.

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