60 Jahre Finanzgericht Hamburg

04.09.2009

 

Am 8. September 2009 begeht das Finanzgericht Hamburg – das zweitgrößte Obere Landesgericht in Hamburg – sein 60-jähriges Bestehen. Seine Errichtung geht zurück auf die am 1. Februar 1949 in Kraft getretene Verordnung Nr. 175 der Militärregierung Deutschland – britisches Kontrollgebiet –. Die erste Sitzung des Finanzgerichts Hamburg fand am 26. August 1949 statt.  

Heute sind beim Finanzgericht Hamburg 21 Richterinnen und Richter in 5 Steuersenaten und 1 Gemeinsamen Senat für Zoll und Verbrauchsteuern für die Länder Freie und Hansestadt Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein tätig; sie entscheiden im Jahr über etwa 1.700 Verfahren aus den Gebieten des Steuer-, Zoll-, Kindergeld- und Europäischen Marktordnungsrechts.  

„60 Jahre Finanzgericht Hamburg bedeuten 60 Jahre kompetente gerichtliche Hilfe für die Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen dieser Stadt“, so Finanzgerichtspräsident Dr. Jan Grotheer. „Angesichts der zunehmenden Kompliziertheit des nationalen und europäischen Steuerrechts ist die Gewährleistung eines effektiven und qualitativ hohen Rechtsschutzes heute wichtiger denn je. Es freut mich deshalb besonders“, wie Finanzgerichtspräsident Dr. Jan Grotheer erläutert, „ dass im vergangenen Jahr die durchschnittliche Verfahrensdauer auf unter 11 Monaten gesenkt werden konnte.“ Das Finanzgericht Hamburg nimmt damit eine Spitzenstellung auch im Vergleich mit den anderen 18 deutschen Finanzgerichten ein.

In einer Feierstunde am

Dienstag, den 8. September 2009, 11.45 Uhr,

im Albert-Schäfer-Saal der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1, 20457 Hamburg,

wird die Generalbundesanwältin beim Bundesgerichtshof Prof. Monika Harms – ehemalige Richterin am Finanzgericht Hamburg – zum Thema „Steuerrecht und Strafrecht im Spannungsfeld zwischen Karlsruhe, München und Luxemburg“ sprechen. Außerdem werden der Präses der Justizbehörde Dr. Till Steffen, der Präsident des Bundesfinanzhofs Dr. h. c. Wolfgang Spindler sowie der Präses der Handelskammer Frank Horch Grußworte halten. 

Zu dieser nichtöffentlichen Veranstaltung sind die Damen und Herren der Presse herzlich eingeladen.