Personalstelle für Referendare

Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst der Freien und Hansestadt Hamburg

Personalstelle für Referendare

I. Allgemeines

Bewerbungen adressieren Sie bitte wie folgt:

Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg
Personalstelle für Referendare
Dammtorwall 13

20354 Hamburg

Bewerbungsunterlagen können nachfolgend herunter geladen werden, während der Sprechzeiten persönlich abgeholt oder unter obiger Anschrift schriftlich angefordert werden gegen Übersendung eines mit € 1,44 frankierten Din A4-Rückumschlages.

Ein Antrag auf Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst kann erst nach Ablegung der ersten juristischen Staatsprüfung gestellt werden.

Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung für den gehobenen Justizdienst oder für den gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst kann gemäß § 40 Abs. 4 HmbJAG bis zur Dauer von 6 Monaten auf den Vorbereitungsdienst angerechnet werden. Ein solcher Antrag ist mit den entsprechenden Nachweisen mit dem Antrag auf Aufnahme in den Vorbereitungsdienst zu stellen. Im Falle der Anrechnung verkürzt sich der Vorbereitungsdienst um die angerechnete Ausbildungszeit.

Download:

Merkblatt 09.05.2014

Download Bewerbungsunterlagen:

Bewerbungsantrag
Anlage 1
Anlage 2
Anlage 3
Anlage 4
Anlage 5
Anlage 6
Anlage 7
Anlage 8
Anlage 9
Rückmeldeformular

II. Einstellung in den Vorbereitungsdienst

Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst erfolgt alle zwei Monate zum Monatsanfang, beginnend mit dem Februar eines jeden Jahres. Insgesamt stehen zur Zeit 700 Referendarstellen zur Verfügung.

Es gilt die Verordnung zur Regelung der Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst vom 27.1.2004 (AufnahmeVO).

Die zu den letzten Einstellungsterminen für die Einstellung über die gewichtete Bewerbungsliste erforderliche niedrigste Gesamtpunktzahl (mit Bonuspunkten) ist aus der folgenden Übersicht ersichtlich:

Einstellungstermin Niedrigste Gesamtpunktzahl (mit Bonuspunkten)
Februar 201209,75 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 13,03 Punkte)
April 201210,70 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 13,33 Punkte)
Juni 201209,49 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,49 Punkte)
August 201209,49 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,63 Punkte)
Oktober 201210,48 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 13,52 Punkte)
Dezember 201209,68 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 13,49 Punkte)
Februar 201310,14 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 13,45 Punkte)
April 201310,42 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,42 Punkze)
Juni 201309,89 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,51 Punkte)
August 201309,95 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,70 Punkte)
Oktober 201310,25 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,48 Punkte)
Dezember 201309,31 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,37 Punkte)
Februar 201409,91 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,87 Punkte)
April 201410,10 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,31 Punkte)
Juni 201408,72 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 11,98 Punkte)
August 201409,13 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 12,46 Punkte)
Oktober 201408,32 Punkte (niedrigstes verbindliches Angebot: 11,89 Punkte)

Um sich einen Überblick über den eigenen Rang im Bewerberfeld zu verschaffen, können Bewerber Einblick in die Bewerberliste nehmen.

Die Ausbildung erfolgt in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis. Referendare erhalten eine Unterhaltsbeihilfe von € 900,00 monatlich. Weitere Leistungen werden nicht gewährt.

Erhalten Referendare ein Entgelt im Rahmen der Ausbildung von dritter Seite oder ein Entgelt für eine andere Tätigkeit, so wird auf Bruttobasis das € 500 übersteigende Entgelt zur Hälfte auf die Unterhaltsbeihilfe angerechnet, § 3 UnterhaltsbeihilfeVO (siehe Seite: Wichtige Rechtsvorschriften)

III. Eckpunkte der Aufnahmeverordnung

Die Aufnahme erfolgt in der Reihenfolge der Punktzahl in der gewichteten Bewerbungsliste (§ 5). Die Grundpunktzahl ist dabei die im ersten Examen erreichte Punktzahl. Bei Bewerbern, die die Endnote "ausreichend" haben, bildet die Punktzahl 6,49 die Grundpunktzahl. Die Grundpunktzahl erhöht sich um jeweils einen Punkt bei

  • Erfüllung des Wehr-, Zivil- oder Entwicklungsdienstes bzw. Ableistung des sozialen oder ökologischen Jahres,
  • Schwerbehinderung, wenn die erste Prüfung in Hamburg abgelegt wurde,
  • familiärer Lebensgemeinschaft mit einem Kind, wenn die erste Prüfung in Hamburg abgelegt wurde,
  • Ablegung der ersten Prüfung in Hamburg,
  • je sechs Monaten Wartezeit.

Alle Bewerber sind verpflichtet, jeweils im Laufe des Monats Januar und des Monats Juli eines Jahres unaufgefordert schriftlich mitzuteilen, ob sie ihre Bewerbung aufrechterhalten wollen (§ 3 Abs. 5). Unterbleibt diese Mitteilung, werden sie aus dem Aufnahmeverfahren ausgeschlossen. Ein entsprechendes Formular finden Sie hier:  Rückmeldeformular

Ein angebotener Ausbildungsplatz kann nur einmal abgelehnt werden. Bei erneuter Nichtannahme eines Ausbildungsplatzes erfolgt der Ausschluss aus dem Aufnahmeverfahren (§ 3 Abs. 4).

Eine Zurückstellung für einen bestimmten Zeitraum erfolgt auf Antrag, der insgesamt zwei Mal wiederholt werden kann. Die Gesamtdauer der Rückstellung soll 36 Monate nicht überschreiten (§ 3 Abs. 6). Während der Rückstellung entfällt die Mitteilungspflicht nach § 3 Abs. 5.

Sämtliche Anträge und Unterlagen müssen in der erforderlichen Form (§ 3 Abs. 2 Satz 2) zwei Monate vor dem Einstellungstermin eingegangen sein, zu dem sie berücksichtigt werden sollen (§§ 3 Abs. 3 und 6, 5 Abs. 4, 8 Abs. 2).

IV. Ablauf des Vorbereitungsdienstes

1. Rechtsgrundlagen

Bundesrechtliche Vorgaben finden sich in §§ 5 ff. DRiG. Die näheren Einzelheiten hinsichtlich Organisation, Inhalt und Ablauf des Vorbereitungsdienstes sowie der zweiten Staatsprüfung für Juristen sind für Hamburg in dem Hamburgischen Juristenausbildungsgesetz, der Verfügung zu Ablauf und Inhalt des Vorbereitungsdienstes sowie in der Länderübereinkunft über ein Gemeinsames Prüfungsamt und die Prüfungsordnung für die zweite Staatsprüfung für Juristen der Länder Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg und Schleswig-Holstein geregelt (zu allem siehe Seite: Wichtige Rechtsvorschriften).

2. Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst dauert insgesamt 24 Monate.

Im einzelnen sind in Hamburg folgende Stationen abzuleisten:

  • 3 Monate bei einer Staatsanwaltschaft oder einem Gericht in Strafsachen,
  • 3 Monate bei einem Amts- oder Landgericht in Zivilsachen,
  • 3 Monate bei einer Verwaltungsbehörde,
  • 9 Monate bei einem Rechtsanwalt,
  • 6 Monate in 2 Wahlstationen á 3 Monaten.

Die Reihenfolge der Stationen ist nur für die ersten beiden Stationen und die Wahlstation II, die vom 22. bis zum 24. Ausbildungsmonat stattfindet, nicht abänderbar.

Parallel zur Strafstation, Zivilstation, Verwaltungsstation und Rechtsanwaltsstation müssen begleitende Arbeitsgemeinschaften besucht werden. Außerdem ist an einer Wahlpflichtarbeitsgemeinschaft teilzunehmen.

8. Oktober 2014